Infektum NDH Berlin Neue Deutsche Härte Deutschrock Metal Industrial Rock Deutschland Deutsch Band Musiker Facebook Instagram Youtube Twitter Rammstein Oomph Ost+Front Eisbrecher Bibliothek

Das Institut für menschliche Anatomy

Wer sich schon mal gefragt hat, welche Bestattungsmethode für den eigenen Sterbefall in Frage kommt, der denkt eher an herkömmliche Methode, wie ein Begräbnis oder eine Einäscherung. Diese Methoden sind jedoch sehr Kostspielig, da man meistens ein Bestattungsinstitut beauftragen muss, welche die Zeremonie vorbereitet, den Sarg, die Urne und den Grabstein anfertigt. Wir haben euch eine günstigere Variante recherchiert, denn in Salt Lake City, Utah kann man einer Forschungseinrichtung seinen toten Körper spenden.

Das Institut

Laut der Website gilt das Institut für menschliche Anatomy als eine einzigartige Einrichtung, die sich auf die Verwendung menschlicher Leichen als Instrumente für die Fortbildung im Bereich Anatomie, Ausbildung an medizinischen Geräten und Prototypentests spezialisiert hat. In den vereinigten Staaten ist die Teilnahme am Kurs für Medizinstudenten Bestanteil des Studiums. Die verwendeten Leichen stammen aus verschiedenen Ganzkörperspenderprogrammen. Damit man ein Leichenlabor legal betreiben kann, muss sich jemand bewusst dafür entscheiden, dass der Körper nach dem Tod den Schülern zur Sektion und Beobachtung übergeben wird. Bei der Unterzeichnung einer Vereinbarung waren sich die Spender mit den Bestimmungen ihres jeweiligen Spendenprogramms bewusst. Diese Entscheidung wurde als ein Akt des Dienstes getroffen, um anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, zu lernen und im Gegenzug gesundheitsbezogene Dienstleistungen für andere zu erbringen.

Die Menschen, die ihre Körper für dieses Programm spenden sind Großeltern, Eltern und Familienmitglieder von Menschen, die in Utah leben. Diese Angehörigen von Spendern haben ihren geliebten Menschen vor der endgültigen Einäscherung in die Obhut des Institutes gegeben. Die Leichen werden unter bestimmten staatlichen und bundesstaatlichen Vorschriften gespendet und die Person, die ihren Körper spendet, erhält keine finanzielle Entschädigung dafür. Der Leichtnahm dient sowohl Medizinstudenten, aber auch Ärzten zur Untersuchung am menschlichen Körper. Nach einem Workshop wird der Leichnam an das Spendenprogramm zurückgegeben und die Überreste werden eingeäschert.

Die Geschichte

Das Studium der menschlichen Anatomie mittels Leichenpräparation hat eine jahrhundertealte Tradition. Dem griechischen Arzt Herophilus (335-280 v. Chr.) wird zugeschrieben, dass er als erster die Sektion als Grundlage für sein Verständnis des menschlichen Körpers verwendet und als Vater der Anatomie bekannt ist. Neben erheblichen Informationen über das Nervensystem zeigte Herophilus auch, dass die Arterien mit Blut und nicht mit Luft gefüllt waren. Erst viel später in Italien im 14. Jahrhundert wurde die Präparation von Kadavern Teil der medizinischen Ausbildung eines Studenten. Diese Präparationen wurden vom Professor nur ein oder zweimal im Jahr durchgeführt und die Studenten wurden aufgefordert die Sektion zu beobachten. Durch den religiösen Druck auf die Regierung war die Leichenpräparationen jedoch illegal. Grabräuber wurden eingesetzt, um die notwendigen anatomischen Proben des Menschen zu bekommen. Nicht-menschliche Tiere wurden ebenfalls präpariert, was gelegentlich zu unglücklichen anatomischen Missverständnissen führte. Medizinstudenten begannen im 18. Jahrhundert in Paris und London Leichen selbst zu sezieren. 1831 wurde es in Massachusetts als legal erklärt, weil immer mehr Menschen eine medizinische Ausbildung anstrebten. Daher wurde 1839 in Chicago die erste Organisation gegründet, die es Einzelpersonen ermöglichte, ihren Körper als anatomisches Geschenk zu spenden. Diese Organisation hat eine Reihe von Spenden- und Einbalsamierungsrichtlinien aufgestellt, die den Grundstein für die heute geltenden Regeln und Vorschriften legen.

Weitere Fakten und Buchung zu den Kursen entnehmen Sie der Website des Instituts: https://instituteofhumananatomy.com

Nächster Eintrag
Der Krampus
Vorheriger Eintrag
Renfield-Syndrom
Menü