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Joseph Roy Metheny – Menschen als Grillfleisch

Der selbsternannte Serien-Mörder Joseph Roy Metheny wurde im August 2017 tot in seiner Gefängniszelle in Cumberland, Maryland aufgefunden. Er soll seine Opfer missbraucht, zerhackt und sie als Grillfleisch in einem Foodtruck am Straßenrand in Maryland verkauft haben. Seine Opfer, sowie Metheny selbst, waren stark alkohol- und dogenabhängig.

Joseph Roy Metheny

Joseph Roy Metheny wurde am 2. März 1955 in Baltimore, Maryland geboren. Er wurde als Kind sehr von seinen Eltern vernachlässigt. Sein Vater war ein Alkoholiker, der bei einem Autounfall ums Leben kam, als Metheny 6 Jahre alt war und seine Mutter war nie zu Hause, da sie in ihrem Job immer in Doppelschichten arbeitete. Er wurde oft von seinen Eltern zu anderen Familien in der Nachbarschaft geschickt, da sie keine Zeit hatten, um sich um ihn zu kümmern.

Metheny behauptete fälschlicherweise, dass seine Mutter tot sei. Seine Mutter sagt vor Gericht, dass sie ihren Kindern ein normales Familienleben beschert hatte, obwohl sie etwas arm waren und sie hart als Kellnerin, Bardame und Food-Truck-Fahrerin arbeiten musste.  Sie erklärte auch, dass er weder obdachlos war, noch hunger musste oder zu anderer Familien gebracht wurde. Metheny war ein überdurchschnittlicher Student. Er war immer höflich, schlau, kein schwieriges Kind und ein begeisterter Fahrradfahrer. „Wenn er vernachlässigt wurde, war es seine eigene Schuld. Er habe in der Armee in Deutschland gedient, obwohl er selbst behauptete, dass er in Vietnam stationiert war und dort heroinsüchtig wurde. Seine Mutter wiederlegte auch diese Aussage und meinte, sie habe keine Erinnerung daran, dass er in Vietnam gedient habe.

Nachdem er das Haus verlassen hatte, um sich dem Militär anzuschließen, brach der den Kontakt zu seiner Mutter ab.

Morde und Geständnisse

In den 1990er Jahren hatte Metheny, bekannt als “Tiny” in Bars abgehangen. Er hat mit Banden von obdachlosen Männern in schmutzigen behelfsmäßigen Lagern in South Baltimore gelebt und fast sein gesamtes Geld für Crack, Kokain, Heroin ausgegeben. Sein Geld verdiente er als Gabelstaplerfahrer und wurde von seinen Kollegen als intelligent Mann mit sehr guten Manierieren beschrieben.

1994 ermordete er Cathy Ann Magaziner (eine 39-jährige Prostituierte) und vergrub ihre Leiche in einem seichten Grab auf dem Gelände der Palettenfabrik, in der er arbeitete. Der Leichnam blieb dort mehr als zwei Jahre unentdeckt. Vor Gericht kam raus, dass er sie erwürgt und das Skelett sechs Monate nach dem Mord ausgegraben hat. Den Kopf steckte in eine Kiste und hat ihn in den Müll geworfen. Metheny wurde 1995 verhaftet und wegen Mordes in einem anderen Fall verurteilt, weil er zwei 33-jährige Obdachlose mit einer Axt auf einem Obdachlosencampingplatz unter der Hanover Street Bridge in Baltimore tötete, nachdem es zu Streitigkeiten kam. Die Leichen wurden am 2. August 1995 entdeckt. Das Gericht war Berichten zufolge nicht davon überzeugt, dass die Beweise eindeutig zeigten, dass Metheny die beiden Obdachlosen tötete. Es kam im Juli 1996 zu dem Entschluss, dass es keine ausreichenden Beweise gab, um ihn zu überführen.

Mitte November 1996 tötete Metheny eine 23-Jährige, indem er sie mit einem Messer erstach. Am 8. Dezember 1996 entführte Metheny eine Frau, mit der er befreundet war und mit der er Kokain konsumiert hatte. Laut Staatsanwaltschaft teilte er die Drogen mit ihr im Anhänger, in dem er auf dem Gelände der Palettenfabrik wohnte. Als sie sich weigerte, Sex mit ihm zu haben und aus dem Anhänger lief. Er jagte und schlug sie nieder, zerrte sie zurück in den Anhänger und versuchte sie zu vergewaltigen. Sie behaupteten auch, dass er versucht hatte, sie zu ermorden. Er sagte zu ihr: “Ich werde dich töten und dich mit den anderen Mädchen im Wald begraben.” Sie schaffte es, durch ein Fenster des Anhängers zu entkommen und flüchtete zu Polizeibeamten in der Gegend.

Metheny bat sogar einen Freund, eine Leiche zu begraben, die er seit der Tötung einen Monat zuvor auf dem Fabrikgelände versteckt hatte. Der Freund meldete es der Polizei am 15. Dezember 1996 und Metheny wurde erneut verhaftet. Selbst sein Chef wusste von den Vorfällen und wurde ebenfalls angeklagt. Als er vor Gericht aussagte, begann Metheny auch andere Morde zu gestehen. Drei Tage nach der Entdeckung der Leiche führte er die Polizei zu dem flachen Grab, wo er Magaziners enthauptete Überreste begraben hatte. Obwohl ein Großteil des Schädels fehlte, konnten sie Magaziner anhand von zahnärztlichen Aufzeichnungen identifizieren.

Die Polizei sagte, er habe junge weiße Frauen als Prostituierte ausgewählt und sei süchtig nach Heroin und Kokain gewesen. Die Morde beinhalteten auch brutale sexuelle Übergriffe. Er behauptete, auch drei andere Prostituierte am Washington Boulevard in Baltimore getötet zu haben, obwohl es außer seinem Geständnis keine Beweise für die meisten dieser Verbrechen gab. Er sagte, er habe Leichen in den Patapsco-Fluss geworfen, aber diese seien nie gefunden worden. Insgesamt soll er 10 Menschen auf dem Gewissen haben. Sein Anwalt meinte, er sei reumütig und Drogen, sowie Alkohol hätten seine Persönlichkeit verändert und ihn gewalttätig gemacht. Im Gefängnis erklärte er vor seinen Mitinsassen, dass er einige Opfer zu Grillfleisch verarbeitete und sie am Straßenrand in seinem Foodtruck an Passanten verkaufte. Seiner Meinung nach schmeckte Menschenfleisch wie Schwein. Als Sandwich mit Rindfleisch vermischt, hatte niemand den Unterschied gemerkt.

Verurteilung

1998 wurde er zum Tode verurteilt. Laut Bild sagte er: „Es ging um das Gefühl von Macht. Ich fühlte mich wie im Rausch. Nennen Sie es wie sie wollen. Ich habe keine Entschuldigung für das, was ich getan habe – außer, dass ich es gerne getan habe.“ Im August 1998 bekannte er sich des Mordes und Raubes schuldig, und auch in diesem Fall beantragten die Staatsanwälte die Todesstrafe. Jedoch erhielt er nur eine lebenslange Haftstrafe. Seine Todesstrafe wurde im Jahr 2000 aufgehoben und die Strafe auf ein Leben ohne Bewährung reduziert. Die Begründung war, dass er Morde zur Förderung eines Raubüberfalls begangen hat, aber die Beweise deuteten darauf hin, dass Raub nicht seine Motivation war.

Quelle: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Bildquelle: True Crime Auction House

 

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